Migräne: Der Kopf braucht Pausen

Viele Millionen Menschen leiden in Deutschland und auf der ganzen Welt an Migräne. Teilweise ist der hämmernde Schmerz hinter der Stirn unerträglich. Dabei können schon einfachste Mittel für Linderung sorgen. Einfach mal dem Gehirn Pausen gönnen, sich zurücklehnen und nichts tun, das könne schon helfen, die Migräne abzuschwächen, meint nun Professor Hartmut Göbel von der Schmerzklinik Kiel.

Der Experte rät außerdem zu einem geregelten Tagesrhytmus. Dazu würden auch feste Mahlzeiten zählen. Und ganz wichtig seien geregelte Entspannungszeiten, die eingehalten werden müssen, um dem Kopf und dem Gehirn mal eine Pause zu gönnen. Einfach mal nichts tun, anstatt immer ganz viel Aktivität an den Tag zu legen, ist laut Professor Göbel eine effektive Maßnahme gegen die Kopfschmerzen. Wer sich an diese Vorgaben hält und sein Verhalten entsprechend ändert, der hat schon 50 bis 70 Prozent einer effektiven Migränetherapie geschafft, sagt der Neurologe und Psychologie in Ausgabe 11 der Zeitschrift “test”.

Migränepatienten seien dadurch charakterisiert, dass ihr Gehirn eine schnelle und übermäßige Tätigkeit aufweist. Durch Pausen und eine geregelte Tagesstruktur kann dem entgegen gewirkt werden. Diese “Therapie”, die jeder Betroffene selbst einleiten kann, könnte dann noch mit Medikamenten unterstützt werden. Denn wenn trotzdem Attacken auftreten würden, so Göbel, dann müssten diese mit Arzneimitteln bekämpft werden.


Quelle: www.gegenkopfschmerzen.de